Das Pantanal – mit Rambo durch den Dschungel

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Feuchtgebiet der Superlative…

…und trotzdem weniger bekannt als Charlotte Roches Bestseller, dafür aber sicher 1000mal aufregender! Man stelle sich vor, Rhein und Elbe laufen vor der Wiedervereinigung so richtig über – und zwar so arg, dass die ganze alte BRD absäuft!(Weil Antje mir soeben auf den Fuß getreten hat, hier noch die österreichische Vergleichsvariante: Donauhochwasser überschwemmt die dreifache Fläche Österreichs!!). Dann setze man 665 unterschiedliche Vogel-, 123 Säugetierarten, 35 Millionen Kaimane und Milliarden von Insekten aus – und voila – schon hat man das Pantanal vor der Tür. 😉

Aber wie war das jetzt nochmal da unten im Sumpf?? Ist schon wieder gefühlt eine Ewigkeit her. Wir sitzen mittlerweile im obersten Stock eines hübschen Appartements im Zentrum von La Paz und kurbeln die grauen Zellen mit etwas Vino Tinto aus Bolivia an:

Mal überlegen… unseren Guide Luiz alias Rambo hatten wir bereits vor der Abreise ins Pantanal beim Biertrinken mit Joel kennengelernt. Rambo war auch derjenige, der uns das Eisenbahn-Bier nahegelegt hat. Zitat: „All the other brasilian beers are just a chemical piece of sh…“. Auch sonst hatte Rambo so einige geniale Bierweisheiten auf Lager und vor allem immer einen nachvollziehbaren Grund, „Eisenbahn zu fahren“. Beispiel: „Hey Stephan, what’s the time?“ – Ich: „Öhm, it’s half past…“. Rambo: „No!! It’s beer-o’clock!!!“ – Cheers!

Nachdem wir von seinem Alter gehört hatten und erstaunt dreinschauten, wies er uns bloß darauf hin, dass es schließlich der Alkohol sei, der konserviert – und nicht das Wasser. – Zack! Nächstes Eisenbahn in der Hand! Man muss allerdings dazusagen, dass der Konsum sich in Grenzen gehalten hat und Rambo der wahrscheinlich erfahrenste, witzigste und sprachlich bewandertste Guide des Pantanals ist. Dass wir mit ihm einen Glückstreffer landeten, war uns umso mehr klar, nach Gesprächen und Internetrecherchen im Nachhinein.

Und weil’s mit Rambo und all den andern so cool war, hat’s auch keinen von uns gejuckt, dass wir den rumpligsten Safari-Jeep…

…das langsamste Boot…

…die schäbigste Unterkunft…

…und die billigste Ausrüstung…

…hatten.

Denn stattdessen hatten wir nicht nur den besten Guide, sondern auch den erfahrensten Caipimixer (Grüße an Michael & Olga)…

…die beste Stimmung an Land und zu Wasser (special thanks to the amazing spanish selfie-artists Carma and Susanna)…

…die interessantesten Dschungelführungen (die fette Spinne im Baumloch ersparen wir euch)…

…Einhörner zum Reiten (was insbesondere Antje einen ca. zwei Meter breiten Freudengrinser ins Gesicht zauberte)…

(Einhorn: Bild unten, links)

…die dicksten Piranhas an der Angel…

…traditional jungle-food…

…sau viel Schwein, dass wir die Trumpet-Trees gerade noch in ihrer vollen, fantastischen Blüte bestaunen durften (hält nur zwei Wochen an)…

(Bild oben an Tag 1, gleiches Bild unten an Tag 5)

…die höchsten Termitenhügel (Sagrada Familia 2.0)…

…das wackligste, aber höchste Baumhaus Brasiliens mit der besten Aussicht…

…den großartigsten Sonnenuntergang…

…und natürlich die spektakulärsten Tierbegegnungen!!!

Hier unsere besten Aufnahmen: 🙂

Also alles in allem ein unvergesslicher Trip ins Herz des riesigen Pantanals (146km über die Transpantaneira-Buckelpiste und täglich bis zu 70km im Boot) mit einer wunderbaren, internationalen Truppe und unvergesslichen Eindrücken!

Und warum heißt denn der Rambo jetzt eigentlich Rambo? Ganz einfach… wer mit einer 50cm-Machete am Gürtel herumrennt und früher Tiere mit Pfeil und Bogen gejagt hat, der heißt eben so! Bester Typ… und darauf ne letzte Eisenbahn! Prost, Rambo!

3 Gedanken zu „Das Pantanal – mit Rambo durch den Dschungel

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